- Stimuliert Produktion von Zytokinen durch Makrophagen und andere immunkompetente Zellen Dabei wird in erster Linie die Bildung von Interferon a, aber auch von Tumor- Nekrosefaktor a (TNF-?a) und von Interleukin-12 (IL-12) angeregt. Fördert die Umwandlung von naiven T-Helferzellen in Th1-Effektorzellen. Letztere produzieren Interferon ?. Aus diesen verschiedenen Effekten ergibt sich eine (im Tierversuch nachgewiesene) antivirale und Antitumor-Aktivität.(1) Eine direkte antivirale Wirkung hat Imiquimod nicht.
4 Monate: Unter der aktiven Therapie wurde bei 83 von 109 Personen (76%) eine Verkleinerung der Warzenfläche um mindestens 50% erreicht, unter Placebo nur bei 28 von 100 Personen. Bei 37% der Behandelten ein vollständiges Verschwinden der Warzen ohne Rückfall (während einer Beobachtungszeit von 10 bis 12 Wochen) erreichen. Die entsprechende «Number Needed to Treat» beträgt 3. Frauen sprechen viel besser auf die Behandlung an als Männer: ein vollständiges Verschwinden der Warzen ist bei etwa 70% der Frauen, aber nur bei etwa halb so vielen Männern zu beobachten.(5) In mehreren Studien ergab sich, dass die tägliche Imiquimod- Applikation die Warzen nicht besser beeinflusst als eine dreimal- wöchentliche Anwendung. Imiquimod verursacht oft entzündliche Hautreaktionen (Rötung, Brennen, Juckreiz, Erosionen, Schuppung, Schwellung, Verschorfung, Induration), die umso ausgeprägter sind, je häufiger das Präparat appliziert wird. In der oben erwähnten Studie bei Personen mit anogenitalen Warzen hatten etwa 40% mittlere bis starke Symptome und 27% leichte Symptome. Allerdings brachen deswegen nur 2% der Behandelten die Studie vorzeitig ab.4 Es ist jedoch keineswegs ungewöhnlich, dass die Behandlung temporär unterbrochen werden muss. Normalerweise klingen die Hautsymptome dann innerhalb von etwa zwei Wochen ab, worauf die Behandlung grundsätzlich weitergeführt werden kann. Unter Imiquimod tritt vereinzelt eine (nicht immer reversible) Hell- oder Dunkelfärbung der Haut auf.
Käferchen schrieb: "Aldara reagiert auf Tumore, deren Vorstufen und Viren. Ich hab mal gegoogelt und sogar Artikel gefunden, die relativ verständlich waren. Z.B. hier: Der Erfolg von Imiquimod beruht auf lokaler Stimulation der Zytokinproduktion Prof. Stephan Grabbe (Münster) erläuterte im Rahmen des Kölner Symposiums den Wirkmechanismus von Imiquimod. Auf gesunder Haut sei nahezu keine Wirkung nachweisbar. Anders bei einem Virus- oder Tumorbefall: Hier erfolge eine Stimulation sowohl der angeborenen als auch der zellvermittelten Immunität. Grabbe: ” Zielzellen von Imiquimod sind Monozyten / Makrophagen, dendritische Zellen und Keratinozyten. Wir messen bei ihnen eine deutliche Stimulation der Zytokinproduktion.” Diese lokale Aktivierung des Immunsystems empfehle Imiquimod u.a. für eine Behandlung verschiedener kutaner Viruserkrankungen, von Präkanzerosen und angeborenen oder gerworbenen Defekten der Immunabwehr. Gesundheit.com
Zytokine sind Proteine, die u.a. die Differenzierung von Zellen dienen. Diese können dann gezielt an Ort und Stelle produziert werden und angreifen, falls es da was zum Angreifen gibt. So verstehe ich das. "
Eine Möglichkeit der lokalen Therapie bestimmter Hautkrebsarten, wie des oberflächlichen Basalzellkarzinoms, der aktinischen Keratose – oder in seltenen Fällen des Melanoms –, ist die topische Behandlung mit Imiquimod. In einer ersten Studie konnte gezeigt werden, dass die äußerliche Anwendung von Imiquimod in der Haut eine lokale Entzündung auslöst, die von Rötung und Verdickung der Hautschichten begleitet ist. Bei der histologischen Untersuchung wurde auch eine erhöhte Zahl von Immunzellen, besonders plasmazytoider dendritischer Zellen (pDCs), in der Dermis entdeckt, die normalerweise nur in geringer Zahl in der Haut zu finden sind.
https://www.buchinger.de/forum/fragen-an...igwarzen-aldara- zeigt-keinerlei-reaktion/ Nach einer amerikanischen Studie wird jeder Zweite durch diese Therapie warzenfrei, Frauen (rund 70 Prozent) häufiger als Männer (Heilungsquote etwa 33 Prozent bei beschnittenen, 65 Prozent bei unbeschnittenen Männern). Die Gründe für den unterschiedlichen Therapieerfolg sind noch nicht geklärt. Bei erfolgreich behandelten Patienten treten in 12 bis 20 Prozent die Warzen später erneut auf. Eine chirurgische Vorbehandlung kann den Behandlungserfolg noch deutlich steigern, wie aktuelle Untersuchungen zeigen.
- A 2004 efficacy study of 5% imiquimod cream showed that 69.7% (23/34) of patients had complete resolution of warts, 26% (9/34) exhibited 50% to 90% clearance, and one patient showed less than 50% clearance. Seventeen percent of patients who had complete resolution had a recurrence of warts within a 6 months period [54]. Another study showed that 30% of patients had complete resolution and 26% had greater than 50% clearance, with most patients achieving clearance between 8 and 12 weeks of treatment [55]. The major barrier for using this treatment is the exorbitant cost, especially since multiple packs/pumps are necessary due to the long treatment duration needed to achieve resolution [17]. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4470201/
- "Rezidivraten nach vollständiger Remission unter topischer Behandlung lagen in klinischen Studien zur Anwendung von Podophyllotoxin-Präparaten (condylox) bei 6-100%, für Imiquimod 5% Creme bei 6-26%, und für Sinecatechine bei 7-11%." (aber: nicht direkt vergleichbare Studien) https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitli...nen_2017-11.pdf (2016)
- Bei 60% der insgesamt 119 mit Imiquimod therapierten Patientinnen heilten die Feigwarzen vollständig ab; dieses war bei 20% der 105 mit Placebo therapierten Patientinnen der Fall (95% CI: 20% bis 61%, p das mit Abwaschen, da weiß ich die Logik nicht, soll wohl die Wirkung=Nebenwirkung begrenzen schätze ich mal
------------ Nicht mehr so Fakten sondern Mutmaßungen:
Sachets-Wiederwerwendung Sachet kann man mit Nadel aufstecken, dann etwas Salbe raustun, dann mit Tixo zupicken und in Kühlschrank geben. (Statt Sachet wegwerfen wie in Packungsbeilage steht - Theorie beim Wegwerfen ist wohl einfach dass die Salbe jetzt kontaminiert ist mit WarzenVirus. Selbstansteckung ist aber kaum entscheidend bei Feigwarzen, es geht vielmehr darum dass das Immunsystem anspringt)
Aus der oben zitierten Packungsbeilage: "Tragen Sie eine *dünne* Schicht Aldara Creme auf die saubere, trockene Hautstelle mit den Feigwarzen auf und verreiben Sie die Creme vorsichtig auf der Haut, bis die Creme vollständig eingezogen ist."
"Wenden Sie Aldara Creme nach Anweisung bis zur vollständigen Abheilung Ihrer Feigwarzen an (Dieses ist bei der Hälfte der Frauen nach 8 Wochen der Fall, bei Männern nach 12 Wochen Behandlungsdauer. Bei einigen Patienten kann eine völlige Abheilung auch bereits nach 4 Wochen Behandlung eintreten)."
"Sehr häufige Nebenwirkungen sind Hautrötung (61% der Patienten), Dünnerwerden der Haut (30% der Patienten), Schuppenbildung und Anschwellen. Verhärtungen unter der Haut, kleine offene Wundstellen, Schorfbildung während der Abheilung und Bläschenbildung unter der Haut können ebenfalls auftreten. Darüber hinaus können Sie Juckreiz (32% der Patienten), Brennen (26% der Patienten) oder Schmerzen in den Bereichen empfinden, auf die Sie Aldara Creme aufgetragen haben (8% der Patienten). Meist handelt es sich dabei um leichtere Hautreaktionen, die innerhalb von ungefähr 2 Wochen nach Absetzen der Behandlung wieder abklingen."
------------ FRAGEN
- Das Abwaschen in der früh: ist schätzungsweise nur um die Wirkung zu begrenzen (?) (es gibt ja auch Zyclara 3,75% für tägliche Anwendung, ist aber nicht so gut) (ich weiß das weiß keiner, ich habe jedenfalls ohne abwaschen derweil nix schlimmes bemerkt)
Das erste Mal Befall hatte ich auch Aldara von meinem Hautarzt verschrieben bekommen und war danach zwei Jahre warzenfrei.
Wir hatten ja schon mal die Möglichkeit angesprochen dass ich mich erneut angesteckt habe, deswegen kann ich bestätigen, dass ich mit Aldara sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Aber schmerzhaft war es, gerade im Bereich des Afters.
Ich kenne Aldara nicht - hab damit nicht behandelt..
Eine Frage hätte ich aber.. Sollte man da Zink Salbe verwenden..?
Weil - ich habe ja gerade nochmal mit Veregen behandelt.. Ganz massive und schlimme Reaktionen gehabt.. Dann dachte ich jetzt nehme ich Zink Salbe - weil das so extrem war.. Ich hab bisher noch nie Zink Salbe verwendet - weil es ja heißt, daß man das nicht soll bei Veregen.. Und ich muß sagen das hätte ich nicht erwartet wie das das Ganze doch so schnell beruhigt hat..
Deshalb die Frage.. Du nimmst Aldara - was im Prinzip auf dem selben Wirkprinzip wie Veregen funktioniert - es soll eine Entzündung hervor rufen.. "Gleichzeitig" - wenn auch in den Pausen wenn Du kein Aldara nimmst - schmierst Du Zink..
Ich würde das mal lassen.. Oder eben nur dann nehmen wenn die Entzündung zu stark wird.. Denn das soll ja schließlich passieren diese Entzündungen.. Das ist doch das auf dem die Behandlung basiert - die Wirkungsweise dieser Immunmodulatoren..
Stoppst Du das denn dann nicht wenn Du Entzündungshemmende Salben nimmst..?
Das war mir jetzt nur so - weil ich eben nie Zink benutzt habe die ganze Zeit.. Und ich jetzt doch sehr überrascht war was das in kürzester Zeit bewirkt hatte - GEGEN die Entzündungen.. Hätte ich nicht gedacht..
Zuerst dachte ich - wie blöd ist das jetzt wieder.. Das nach einem halben Jahr "zu erkennen".. Hätte ich mir viel ersparen können..
Nein es war wohl richtig so.. Und mein Gedanke war, daß wenn mir das nochmal passieren sollte, daß ich nochmal so heftige Reaktionen bekommen sollte - ist das mein "Antidot"..
Jup, Dank, hab zb vor 2 Monaten so hier was gepostet, dazu dass Zink teilweise wohl kontra-produktiv ist.
Ja, ich habe 2x zink geschmiert jetzt dazwischen. Werde es wohl nicht mehr machen. Es war mir eh bewusst, wollte nur mal die gesamte Haut kurz mal wieder etwas aufpäppeln.