beim Stöbern im Forum bin ich letztens mal auf den Begriff "Behandlungsschleife" gestoßen. Ich meine, Warzenschwein hätte ihn benutzt.
Wenn ich richtig verstanden habe, ist damit das kontinuierliche Weiterbehandeln der Stellen gemeint, welche mal mit Warzen betroffen waren. Hierbei sollten dann immer wieder Schläfer entstehen, die dann natürlich auch behandlungsbedürftig sind. Ein Teufelskreis. Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass ich so lange behandeln würde, bis irgendwann alle Warzen weg sind und auch keine Schläfer nachkommen. Dann hätte ich wohl noch eine Woche weiterbehandelt, um auf Nummer sicher zu gehen. Und dann womöglich nochmals dann und wann, damit es auch wirklich nicht zu bösen Überraschungen kommt.
Ich habe mich also geirrt? Ich muss irgendwann einfach abrupt mit meiner Warzenmethode aufhören, gut beobachten und es bei keinem erneuten Auftreten von Warzen dabei belassen? Etwas irritiert bin ich, gebe ich zu...
Ich würde mich sehr freuen, wenn man mir dies genauer erklärte. Ein Erfolgsrezept quasi (Ja, ja, ich weiß, ein solches gibt es nicht).
Auf bald,
Warzenonkel
PS: Ich wusste nicht recht, wo ich mein Anliegen platzieren sollte. Die Behandlungsschleife wurde jedenfalls im Zusammenhang mit der WSM-Methode angesprochen, wenn ich mich nicht irre. Aber vermutlich gilt sie auch für andere Maßnahmen. Ich jedenfalls behandle mit Zinksalbe, VitaminC-Pulver und Teebaumöl
Zitat Wenn ich richtig verstanden habe, ist damit das kontinuierliche Weiterbehandeln der Stellen gemeint, welche mal mit Warzen betroffen waren. Hierbei sollten dann immer wieder Schläfer entstehen, die dann natürlich auch behandlungsbedürftig sind. Ein Teufelskreis. Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass ich so lange behandeln würde, bis irgendwann alle Warzen weg sind und auch keine Schläfer nachkommen. Dann hätte ich wohl noch eine Woche weiterbehandelt, um auf Nummer sicher zu gehen. Und dann womöglich nochmals dann und wann, damit es auch wirklich nicht zu bösen Überraschungen kommt.
Also auch hier gibt es vermutlich unterschiedliche Erklärungen. Ich verstehe unter Behandlungsschleife v.a., dass man eine Behandlung abgeschlossen hat (WSM oder Veregen z.B.), frei von Warzen ist, die meisten Schläfer beseitigt hat und dann plötzlich unsicher wird. Viele Personen können mit dem Thema dann nicht so richtig abschliessen und haben ständig das Gefühl, dass sie "nachgucken" müssen, ob das Virus noch unter der Haut sitzt. Wenn dann wieder eine Behandlung begonnen wird, kann es sein, dass neue Schläfer kommen werden und das ganze Spiel wieder von vorne beginnt. Somit wäre es dann eine Endlos-Schleife.
Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob nach einem Jahr und acht Monaten nicht wieder Schläfer auftauchen würden, wenn ich wieder mit der WSM anfangen würde. Aber mein Körper hat den Virus aktuell auf jeden Fall im Griff und ich habe keine FW mehr.
Zitat Ich habe mich also geirrt? Ich muss irgendwann einfach abrupt mit meiner Warzenmethode aufhören, gut beobachten und es bei keinem erneuten Auftreten von Warzen dabei belassen? Etwas irritiert bin ich, gebe ich zu...
Ich persönlich denke, es macht Sinn, irgendwann, nach einem laaaangen Zeitraum, wenn keine Warzen mehr kommen, die Behandlung zu beenden und einfach mal zu schauen, was passiert.
ZitatIch würde mich sehr freuen, wenn man mir dies genauer erklärte. Ein Erfolgsrezept quasi (Ja, ja, ich weiß, ein solches gibt es nicht).
Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort und guten Erläuterungen. In meiner romantischen rosaroten Gedankenwelt hatte ich trotz vieler entgegengesetzter Meinungen (ich habe mich wirklich viel mit der Thematik beschäftigt) damit gerechnet, dass man mit dem Ausmerzen aller Warzen und Schläfer dann auch nachhaltig den HPV verbannt. Ich versuche es mal zu erklären.
Man sagt immer so schön, man habe den HPV im Körper. Wenn er aber als Virus so wie ein Grippevirus durch unsere Adern flöße, würde er wohl ziemlich schnell und erfolgreich vom Immunsystem bekämpft werden. Aber ich denke, dass man es als Fakt ansehen kann, dass der Virus punktuell unter der Hautoberfläche sitzt, wo er nicht (oder sehr, sehr spät) von der körpereigenen Abwehr als Eindringling identifiziert wird (wobei ich mich dann frage, warum die Warzen z.T. erst nach Jahren der Ansteckung ausbrechen. Wodurch werden sie vorher in Schach gehalten und am Ausbruch gehindert, wenn nicht vom Immunsystem?). Meine bisherige Schlussfolgerung: Durch großflächige topische Anwendung werden die vom Virus befallenen Hautzellen, sprich Warzen und Schläfer, abgetötet. Je nach Anwendungsmethode wird ja zusätzlich auch noch eine Immunantwort von innen heraus provoziert. Kommen irgendwann weder die einen noch die anderen bei der Behandlung nach, sind demnach alle vom Virus befallenen Zellen beseitigt worden. Man ist also geheilt und ist nun entweder immun gegen die entsprechenden HPV-Typen oder eben nicht (je nachdem, ob spezifische Immunmechanismen involviert waren). Das hat so für mich immer einen Sinn ergeben und mir, ehrlich gesagt, auch Hoffnung gemacht.
Nun erfahre ich von der Behandlungsschleife und dem vermeintlichen Verbleiben von Schläfern unter der Haut.... Dass dauerhaft noch HP-Viren in der Haut bleiben, möchte ich so nicht akzeptieren . Oder aber werden die Viren nur so weit in ihrer Zahl minimiert, dass das Immunsystem der Bildung neuer Warzen entgegenwirken kann? Wenn das Immunsystem dazu in der Lage ist, wieso bekämpft es die Erreger nicht gleich offensiv und nachhaltig?
Vermutlich stelle ich hier Fragen, die nach heutigen Kenntnissen nicht einmal die Wissenschaft beantworten kann....
Manch eine(r) unter euch mag nun denken "Ach ist doch egal, Hauptsache du bist irgendwann warzenfrei. Du machst dir zu viele Gedanken", aber ich merke, dass ich mich mit dem Versuch, die Krankheit zu verstehen, immer mehr der gelassenen Akzeptanz annähere. Das wiederum beruhigt mich und motiviert mich zugleich, die Behandlung fortzusetzen. Ich glaube langsam, dass die treuen Forenmitglieder, die heute geheilt sind, es auch deshalb sind, weil sie sich thematisch viel damit auseinandergesetzt haben. Sie haben die Krankheit zu verstehen gesucht, sich Fachwissen angeeignet und Meinungen von Ärzten kritisch hinterfragt, die Warzen nicht länger verteufelt und ihnen zum Teil sogar etwas Positives abgewinnen können (Lebenswandel, Ernährungsumstellung, Rauchstopp, usw.). Sie haben ihr Wissen geteilt, sind gelassener geworden, waren oftmals mit Humor bei der Sache haben sich wie Bolle über jeden kleinen Erfolg gefreut. Und wenn es mal einen Rückschlag gab, dann ist die Welt nicht mehr untergegangen, sondern es wurde mit Optimismus weitergemacht. Kurzum: Sie hatten eine rundum positive Einstellung. All dies war für den Heilungsprozess als eine Art "innerer Attacke" wahrscheinlich ebenso wichtig wie die äußerliche Behandlung. Und das ist Teil meiner neuen Strategie
ZitatVielen lieben Dank für die schnelle Antwort und guten Erläuterungen. In meiner romantischen rosaroten Gedankenwelt hatte ich trotz vieler entgegengesetzter Meinungen (ich habe mich wirklich viel mit der Thematik beschäftigt) damit gerechnet, dass man mit dem Ausmerzen aller Warzen und Schläfer dann auch nachhaltig den HPV verbannt. Ich versuche es mal zu erklären.
Gerne.
ZitatMan sagt immer so schön, man habe den HPV im Körper. Wenn er aber als Virus so wie ein Grippevirus durch unsere Adern flöße, würde er wohl ziemlich schnell und erfolgreich vom Immunsystem bekämpft werden. Aber ich denke, dass man es als Fakt ansehen kann, dass der Virus punktuell unter der Hautoberfläche sitzt, wo er nicht (oder sehr, sehr spät) von der körpereigenen Abwehr als Eindringling identifiziert wird (wobei ich mich dann frage, warum die Warzen z.T. erst nach Jahren der Ansteckung ausbrechen. Wodurch werden sie vorher in Schach gehalten und am Ausbruch gehindert, wenn nicht vom Immunsystem?). Meine bisherige Schlussfolgerung: Durch großflächige topische Anwendung werden die vom Virus befallenen Hautzellen, sprich Warzen und Schläfer, abgetötet. Je nach Anwendungsmethode wird ja zusätzlich auch noch eine Immunantwort von innen heraus provoziert. Kommen irgendwann weder die einen noch die anderen bei der Behandlung nach, sind demnach alle vom Virus befallenen Zellen beseitigt worden. Man ist also geheilt und ist nun entweder immun gegen die entsprechenden HPV-Typen oder eben nicht (je nachdem, ob spezifische Immunmechanismen involviert waren). Das hat so für mich immer einen Sinn ergeben und mir, ehrlich gesagt, auch Hoffnung gemacht.
Das Virus gibt auch mir noch viele Rätsel auf. Ich persönlich habe auch das Gefühl, dass ich "geheilt" bin. Trotzdem möchte ich nicht den Test machen. Mein Immunsystem scheint das Virus so zu unterdrücken, dass es keine Warzen mehr bilden kann oder es hat keine Viren mehr und mein Körper ist immun. Da jedoch keine Warzen mehr da sind, werde ich auf keinen Fall einen neuen Ausbruch riskieren und das testen. Ich weiss, es ist eigentlich nicht zu vergleichen, aber beim Herpes-Virus hast Du auch nicht ständig Blasen, sondern nur ab und zu. Ich persönlich glaube trotzdem steif und fest an eine Bekämpfung der Viren und mein Körper wird sie irgendwann auch ganz los sein. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Jahre dauert (obwohl ich warzenfrei bin). Wenn du alle Regionen gleichzeitig behandelst, könnte es ja auch sein, dass Du das Immunsystem überforderst. Der Körper könnte mit den Entzündungen überfordert sein und zu diesem Zeitpunkt das Virus nicht besiegen, da er mit den ganzen Reaktionen zu kämpfen hat. Das alle ist sehr heikel und vieles sind Spekulationen. Auch das zu akzeptieren gehört für mich zum Genesungsprozess. Ich habe mir meine Meinung gebildet und mir viel Wissen angeeignet. Jedoch findest Du zu vielen Artikeln einen, der den anderen widerlegt.
ZitatNun erfahre ich von der Behandlungsschleife und dem vermeintlichen Verbleiben von Schläfern unter der Haut.... Dass dauerhaft noch HP-Viren in der Haut bleiben, möchte ich so nicht akzeptieren . Oder aber werden die Viren nur so weit in ihrer Zahl minimiert, dass das Immunsystem der Bildung neuer Warzen entgegenwirken kann? Wenn das Immunsystem dazu in der Lage ist, wieso bekämpft es die Erreger nicht gleich offensiv und nachhaltig?
Ich glaube auch, dass die Viren irgendwann weg sind.
ZitatVermutlich stelle ich hier Fragen, die nach heutigen Kenntnissen nicht einmal die Wissenschaft beantworten kann....
Auch hier stimme ich Dir voll und ganz zu.
Zitat Manch eine(r) unter euch mag nun denken "Ach ist doch egal, Hauptsache du bist irgendwann warzenfrei. Du machst dir zu viele Gedanken", aber ich merke, dass ich mich mit dem Versuch, die Krankheit zu verstehen, immer mehr der gelassenen Akzeptanz annähere. Das wiederum beruhigt mich und motiviert mich zugleich, die Behandlung fortzusetzen. Ich glaube langsam, dass die treuen Forenmitglieder, die heute geheilt sind, es auch deshalb sind, weil sie sich thematisch viel damit auseinandergesetzt haben. Sie haben die Krankheit zu verstehen gesucht, sich Fachwissen angeeignet und Meinungen von Ärzten kritisch hinterfragt, die Warzen nicht länger verteufelt und ihnen zum Teil sogar etwas Positives abgewinnen können (Lebenswandel, Ernährungsumstellung, Rauchstopp, usw.). Sie haben ihr Wissen geteilt, sind gelassener geworden, waren oftmals mit Humor bei der Sache haben sich wie Bolle über jeden kleinen Erfolg gefreut. Und wenn es mal einen Rückschlag gab, dann ist die Welt nicht mehr untergegangen, sondern es wurde mit Optimismus weitergemacht. Kurzum: Sie hatten eine rundum positive Einstellung. All dies war für den Heilungsprozess als eine Art "innerer Attacke" wahrscheinlich ebenso wichtig wie die äußerliche Behandlung. Und das ist Teil meiner neuen Strategie
Das hast Du schön geschrieben und trifft sehr gut auf meine Zeit der Behandlung zu. Jedoch war für mich auch noch von Bedeutung sich durch die Behandlungen selbst helfen zu können. Dies spielte eine grosse Rolle. Plötzlich war ich nicht mehr von den Ärzten (die mir eh nicht helfen konnten) abhängig, sondern habe viel Verantwortung für meine Heilung übernommen. Vieles dieser positiven Eigenschaften, die Du geschildert hast, konnte ich beibehalten.
Danke liebe Warpunzel. Es ist schön, sich mit einem "alten Feigwarzenhasen" unterhalten zu können. Ich habe immer gerne deine zahlreichen Beiträge gelesen und viel dadurch gelernt.
ZitatDas alle ist sehr heikel und vieles sind Spekulationen. Auch das zu akzeptieren gehört für mich zum Genesungsprozess. Ich habe mir meine Meinung gebildet und mir viel Wissen angeeignet. Jedoch findest Du zu vielen Artikeln einen, der den anderen widerlegt.
ZitatIch glaube auch, dass die Viren irgendwann weg sind.
Du hast Recht. Man muss wohl oder übel "seine eigene Wahrheit" finden. Und ich denke, ich bin auf einem guten Weg, denn ich bin ebenso optimistisch wie du. Und der Glaube kann Berge versetzen!
ZitatJedoch war für mich auch noch von Bedeutung sich durch die Behandlungen selbst helfen zu können. Dies spielte eine grosse Rolle. Plötzlich war ich nicht mehr von den Ärzten (die mir eh nicht helfen konnten) abhängig, sondern habe viel Verantwortung für meine Heilung übernommen. Vieles dieser positiven Eigenschaften, die Du geschildert hast, konnte ich beibehalten.
Das darf man tatsächlich nicht unterschätzen. Umso froher bin ich, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin, dank welchem ich schon so viele Warzen habe verabschieden können. Und ich mache weiter, bin mein eigener Chef dabei und werde bald auch warzenfrei sein! Tschacka!
ZitatDas darf man tatsächlich nicht unterschätzen. Umso froher bin ich, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin, dank welchem ich schon so viele Warzen habe verabschieden können. Und ich mache weiter, bin mein eigener Chef dabei und werde bald auch warzenfrei sein! Tschacka!
Das ist die richtige Einstellung! Viel Erfolg und alles Gute auf Deinem Weg!