vorab möchte ich ein ganz großes Lob an dieses Forum, Seine Admins und natürlich auch an alle Mitwirkenden richten. Ich habe schon sehr viele Stunden hier geschnüffelt, wichtige Tipps und eine gute Vorstellung von der Behandlung bekommen. Ich bin echt froh das es ein solch gutes Forum gibt.
Wenn ich mich kurz vorstellen darf, Ich heiße Marco bin 38 Jahre jung und schon Ende 2012 an Condylome erkrankt, welches durch einen Arzt verifiziert wurde. Leider hatte ich nie den Mut mich wirklich behandeln zu lassen und hatte genug Schwierigkeiten meinen Alttag zu beschreiten. Bin Soldat und hatte mit PTBS und Burnout nach den Einsätzen zu kämpfen. Endlich habe ich mir aber Herz gefasst oder besser gesagt meinen gesamten Mut zusammen genommen und bin wieder zum Doc gestiefelt. So weit so gut und der ersten Schritt ist getan.
Befund:
Condylomata acuminata ca 25 Rektal Erythrasma in der Leiste Rötung am Pennis, Eichelkranz, Eichel und unter der Vorhaut
Zur besseren Befundung wurden zwei Rektale FW direkt im Krankenhaus mittels Skalpell und Elektrokrauter entnommen, sowie ein Bluttest auf HIV, Lues, HEP etc. gemacht. Ich habe am 23 ten Mai nun einen Termin für die OP rektal. Am Pennis sollte ich fürsorglich Veregen auftragen und in der Leiste Ciclopirox.
Nun kommen die Probs nach 4 Tagen Behandlung waren aus der Rötung an der Eichel 50 - 60 weiße Punkte geworden. Ok ich wusste hier aus dem Forum das es die Schläfer sind und hab mich zur Ruhe gezwungen. Am Tag 5 ging es dann richtig los, das ich große weiße/gelbe Verkrustungen bekommen habe. Dachte mir wieder Ok, stand im Forum ist wegen der Schleimhaut. Sie sind dann aber bis zu einem cm Durchmesser angewachsen und fingen dann auch an zu schmerzen und zu jucken. Nach 10 Tagen also gestern den 02.05 musste ich die Behandlung abbrechen. Es ist so dermaßen entzündet, das nicht nur die Behandelten Stellen sonder mein ganzes Glied auf der Oberseite gerötet sind und so sensibel das der Kontakt zur Unterhose schon sehr schmerzt. Es ist zwar einiges von der weißen Verkrustung abgefallen, allerdings sind dort jetzt große offene Stelle die sehr sehr stark nässeln. Andere Stellen haben kleine schwarze Deckel und die letzten sind winzige Löcher. Das heißt schon mal das die Höllensalbe ihren Job macht.
Einer meiner großen Frage ist nun, wie bekomme ich das wieder in den Griff ? Aufgeben steht nicht zur Auswahl. Ich habe zwar Zinksalbe da aber man sollte diese ja nicht mit Veregen zusammen benutzen. Und wenn ich sie auftrage wie bekomme ich sie wieder runter? Kann ja grad mal unter massiven Schmerzen die Vorhaut zurück ziehen um das Wundwasser in der nähe abzutupfen. Wie soll ich fortfahren wenn die Entzündung wieder raus ist? Im Moment habe ich ein bisschen Salbe zwischen Eichel und Vorhaut gegeben und es sich selber verteilen lassen, das ist aber zu viel auf einmal! Das halte ich nicht durch alle 50 auf einmal, oder muss ich da wirklich durch um Neuverteilungen zu verhindern?
Mein nächstes großes Problem ist die Angst vor der OP und der damit kommenden Schwierigkeiten. Leider hat sich die winzige Stelle wo die 2 FW entnommen wurden auch entzündet und traue mich gar nicht mit Klopapier an die Stelle. Nach der OP ist das ja ne riesige verbrannte Fläche. Bin euch da für jeden Tipp dankbar. Und wenn sie noch so lächerlich klingen, bitte habe da echt Angst vor. Wichtig wären mir auch genau zu wissen wie man das reinigt und nachbehandelt, vllt kann ich schon etwas Zubehör kaufen etc.
Und noch eine vllt dumme Frage von mir, man wird nach der OP ja mit Salben weiter behandel, aber wie trägt man das gezielt am Anus auf ? möchte ja nicht so ein Chaos wie am Pennis erzeugen.
Ich bin Euch jetzt schon sehr sehr Dankbar für Eure Unterstützung
Für mich liest es sich so, als würdest Du extrem empfindlich auf Veregen reagieren.
Wenn die Probleme innerhalb von ein paar Tagen so extrem sind, solltest Du unbedingt Rücksprache mit Deinem Arzt halten. Der soll sich das mal anschauen. Evtl. ist für Dich auch Aldara die bessere Wahl.
Quäle Dich nicht unnötig. Nebenwirkungen, Schmerzen und Entzündungen sind bei der Behandlung normal. Aber was Du schilderst, sprengt den üblichen Rahmen. Nicht, dass noch zusätzliche Probleme hinzukommen (siehe Packungsbeilage, z. B. Vorhautverengung).
LG und gute Besserung Schweini
http://www.warzenschwein.bplaced.net - "Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat." (Mark Twain)
1. Hör auf Schweini. und sprich deinen Arzt darauf an. Gelegentlich gibt es Menschen die Veregen nicht so gut vertragen. Das kann aber nur der Doc beurteilen.
Ansonsten solltest du dich zumindest ein wenig freuen. Ich weiß daß das seltsam klingen mag aber immerhin reagiert dein Körper auf die Behandlung. Die Folgen, über die du dich ja bereits belesen hast, sind ja bereits aufgetreten und eigentlich ein gutes Zeichen. So extrem sollten sie wahrscheinlich nicht sein aber meinem persönlichen Empfinden nach ist das immer noch besser als gar keine Reaktion. Trägst du die Salbe auch gaaaaanz dünn auf?
Um ein paar rektale Schmerzen wirst du nicht herumkommen. Treibe es jedoch nicht so weit daß du es nicht mehr aushälst und pausiere dann lieber. Ansonsten fallen mir da nur tupfen+vorsichtig abwaschen statt wischen ein. Hast du dir schon Neoballistol besorgt? Das wirkt echt Wunder was die Wundheilung und den Juckreiz betrifft, zumindest bei mir.
ich Danke Euch für die Antworten. Leider war ich auf Dienstreise und kann erst jetzt berichten.
Vorab an dem ganz dünn auftragen werde ich noch arbeiten können, da ich bislang etwa einen Streifen von 4-5 mm unter dem Eichelkranz verteilt habe. Da ich Morgens bzw Abends jede Menge nicht eingezogener Salbe noch drauf hatte ist da wohl Platz für Verbesserungen.
Mit meinem Arzt sprechen wäre eine gute Idee, wenn da die Bundeswehr nicht andere Abläufe hätte, ich kann zwar zum Truppenarzt der mich aber direkt zum Facharzt ins Bundeswehrkrankenhaus überweist, welches ca 6 - 8 Wochen dauert. Da ich ja eh nen Termin habe, ist es so der schnellste Weg.
Aber nun zum wesentlichen, nach dem ich mich überwunden habe Zinksalbe aufzutragen (3 Tage nach dem Absetzten der Salbe) kam es zu einem guten Heilungsprozess. Die Entzündung wich, die Schmerzen linderten sich und alle schwarz "gedecktelten" FW fielen ab, selbst die Große (1 cm Durchmesser) ist gestern den 08.05 gewichen. Meine Eichel und die darunter befindliche Haut sieht zwar grad aus wie ne Kraterlandschaft auf dem Mond, aber Ok, es tut nicht weh und ist nur mäßig gerötet. Ich denke das es 15 - 20 FW nicht so gut ergangen ist. Leider hab ich es durchs starke nässeln verschleppt und auch andere Partien zeigen Hautirritationen.
Meine Frage an Euch, da ich einen zweiten Ansatz wagen möchte, kann ich halbseitig an der Eichel arbeiten ? Oder nur ein drittel ? Möchte nicht nochmal die volle Belastung. Oder ist die Gefahr des Verschleppens und verschlimmers zu groß?
Zitat von marco78Vorab an dem ganz dünn auftragen werde ich noch arbeiten können, da ich bislang etwa einen Streifen von 4-5 mm unter dem Eichelkranz verteilt habe. Da ich Morgens bzw Abends jede Menge nicht eingezogener Salbe noch drauf hatte ist da wohl Platz für Verbesserungen.
Die Salbengrundlage ist Vaseline. Veregen zieht nicht (kaum) in die Haut ein. Es ist also normal, wenn sich die Salbe auch nach langer Zeit immer noch auf der Haut befindet.
ZitatMeine Frage an Euch, da ich einen zweiten Ansatz wagen möchte, kann ich halbseitig an der Eichel arbeiten ? Oder nur ein drittel ? Möchte nicht nochmal die volle Belastung. Oder ist die Gefahr des Verschleppens und verschlimmers zu groß?
Das kannst Du versuchen. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass sich die Salbe ganz automatisch von selbst verteilen wird. Die von Dir beschriebenen Entzündungen und vor allem die schmerzhaften "Deckel" sind während der Behandlung normal. Schmerzen (im Rahmen) musst Du tolerieren. Jeder, der schon einmal mit Veregen oder der GTV behandelt hat, der weiß wie unangenehm die sich lösenden Deckel der Feigwarzen sind. Wenn es zu heftig wird, dann ist eine Pause angebracht.
Damit sich die Deckel lösen, würde ich an Deiner Stelle keine Zinksalbe nehmen, die ja die Haut austrocknet. Etwas fetthaltiges, das die Deckel "weich macht", ist besser geeignet. Bei mir hatte sich damals Neo Ballistol bewährt und eine Creme namens Glysolid (aus dem DM). Du kannst aber auch jedes andere Hautbalsam nehmen, das keine oder nicht zuviele Zusatzstoffe beeinhaltet.
LG Schweini
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ZitatWenn ich mich kurz vorstellen darf, Ich heiße Marco bin 38 Jahre jung und schon Ende 2012 an Condylome erkrankt, welches durch einen Arzt verifiziert wurde. Leider hatte ich nie den Mut mich wirklich behandeln zu lassen und hatte genug Schwierigkeiten meinen Alttag zu beschreiten. Bin Soldat und hatte mit PTBS und Burnout nach den Einsätzen zu kämpfen. Endlich habe ich mir aber Herz gefasst oder besser gesagt meinen gesamten Mut zusammen genommen und bin wieder zum Doc gestiefelt. So weit so gut und der ersten Schritt ist getan.
Wenn ich das so lese, stellt sich mir die Frage, ob es nötig wird über Deine berufliche Situation nachzudenken. Die FW hängen stark mit der Psyche zusammen. Wenn Du sie loswerden willst, musst Du wohl auch über die Bücher, was Du in Deinem Leben ev. noch ändern solltest, damit Du Dich wieder gut fühlst. Dies nur als Denkanstoss.
ZitatMeine Frage an Euch, da ich einen zweiten Ansatz wagen möchte, kann ich halbseitig an der Eichel arbeiten ? Oder nur ein drittel ? Möchte nicht nochmal die volle Belastung. Oder ist die Gefahr des Verschleppens und verschlimmers zu groß?
Ich denke auch, dass sich die Salbe wohl automatisch verteilt. Um die Deckel weicher zu machen, habe ich jeweils eine sehr hochwertige Propolis-Salbe verwendet. Das war für mich eine Wohltat und kaum mehr wegzudenken.